Ich habe schon immer Tiere gehabt! Ein Leben ganz ohne Tiere war für mich undiskutabel.

Ich konnte noch nicht laufen, da saß ich schon bei meinen Großeltern in einem Rudel von Deutschen Schäferhunden. Aufgewachsen bin ich in einer Großstadt im Ruhrgebiet. Etagenwohnung und Hundehaltung war nicht erlaubt.

Da meine Eltern aber meine Liebe zu Tieren früh erkannten, gab es zunächst Haustiere, an denen die anderen Mieter nichts zu meckern hatten: Hamster, Wellensittich und Katze. (nacheinander natürlich). Meine Schulferien verbrachte ich fast ausnahmslos auf dem Bauernhof, egal ob Sommer oder Winter. Dort lernte ich vieles, was mir im Umgang mit meinen Haustieren von Vorteil war. Kein Streuner war vor mir sicher und meine Eltern verzweifelten, wenn ich mal wieder irgendetwas anschleppte, was man "retten" musste.

Als ich meine erste eigene Wohnung hatte, war klar: ein Hund muss her. So kam ich innerhalb kurzer Zeit zu meiner ersten Hundezucht. Die Rasse war damals zwar eine andere, aber die Liebe die dahinter steckt, ist noch immer die Gleiche geblieben.

Als ich meinen Mann kennen lernte, unterstützte der mich bei meinem Hobby und ich kann sagen: der ist genauso verrückt wie ich. Kein Wunder also, dass unsere Kinder da nicht aus der Art schlagen, denn wie lautet das Sprichwort? Der Apfel fällt nicht weit vom Birnbaum, oder....?

Als unsere Tochter geboren war und unser Sohn sich ankündigte, haben wir den vorerst letzten Wurf Hundebabys auf das Leben vorbereitet. So nach und nach wurden die Hunde älter und haben ihr Leben bei uns in der nun größer gewordenen Familie verbracht. Die letzte Hündin aus dieser Zeit, Luzy,  starb 2002.  Sie war auch meinen Kindern, und besonders meiner Tochter, eine Seelenverwandte und wir vermissen sie trotz des Gewusels bei uns zu Hause manchmal noch sehr.

Als das Haus so leer war, ich aber in meinem Kummer keinen Hund wollte, weil keiner so sein würde wie Luzy, zog Kater O´Malley bei uns ein.  Es folgte Stanley, den O´Malley adoptiert hatte und unser Haus war "hundelos". (Was man von unserem Garten nicht sagen konnte, denn dort lebt seit 1999 unser Deutscher Schäferhund, und der bewacht hier alles und jeden und nimmt seinen Job sehr ernst.

Irgendwann merkte ich, dass wieder ein Hund im Haus fehlt. Die Katzen waren Hunde gewöhnt, weil in unserer Familie fast jeder einen hat und diesen zu uns auch mitbringt. Mein Mann erklärte mir dann, dass er sich dieses Mal einen Hund aussuchen würde, da er ja immer Rücksicht auf meine Wünsche und auf die der Kinder genommen hätte. Er wollte als kleiner Junge schon einen Basset haben und den Wunsch wolle er sich jetzt erfüllen. Meine Reaktion war zunächst :  ".......ja, geht´s noch? Wieso denn ausgerechnet einen Basset?" 

 
Dann kam der 25.August 2005!

Betty, unser erster Basset, zog bei uns ein. Es war Liebe auf den ersten Blick. Sie schaute sich um, fand das Katzenfutter einen Traum, flegelte sich in das bereitgestellte Hundekörbchen, schlief ein und war von Stund´ an zu Hause. Daran hat sich auch bis heute nichts geändert.

Dann kam der Wunsch, wieder das Hobby mit der Hundezucht aufzunehmen und ein geeigneter Partner für Betty musste gefunden werden. Nach langer Suche zog dann Bobby im Juni 2008 zu uns. Er und Betty sind ein Herz und eine Seele.

 

 

Zusammenfassend kann ich nur aus tiefster Seele sagen, ich bin dieser Rasse verfallen. 

Mit einem Basset ist man nie mehr allein.

Sie sind treue, anhängliche, lustige,  gemütliche, nie streitsüchtige, manchmal sabbernde, gelegentlich muffelnde, je nach Jahreszeit haarende, liebenswerte, mal mehr oder weniger verfressene, gesellige, gastfreundliche  Hunde, die oftmals unterschätzt werden.